It’s ganz normal, dass auch Hunde gelegentlich husten – denn Husten ist ein natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers gegen Reizungen oder Fremdkörper im Rachen- und Atembereich. Wenn dein Hund jedoch regelmäßig hustet oder der Husten mehrere Tage anhält, solltest du aufmerksam sein, denn hinter dem Husten können sowohl harmlose als auch ernsthafte Ursachen stecken.

Husten ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern immer ein Symptom. Er kann sich in zwei Formen zeigen: trocken und unproduktiv ohne Auswurf oder feucht und produktiv mit Auswurf, wobei letzterer oft von Würgen begleitet wird. Beides kann akut, also plötzlich und vorübergehend, oder chronisch, über eine längere Zeit andauernd, auftreten. Wenn du bemerkst, dass dein Hund hustet, solltest du zunächst das Allgemeinbefinden beobachten und auf begleitende Symptome achten.
Die Ursachen für den Husten bei Hunden sind vielfältig. Eine häufige und besonders ansteckende Ursache ist der sogenannte Zwingerhusten-Komplex. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen Viren und Bakterien, die leicht von Hund zu Hund übertragen werden – unter anderem das Canine Parainfluenzavirus, das Canine Herpesvirus oder das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Typisch für den Zwingerhusten ist, dass dein Hund schon bei leichtem Druck auf die Luftröhre, etwa durch ein Halsband, zu husten beginnt. Begleitend treten oft feuchter Husten, Niesen, Fieber und rasselnde Atemgeräusche auf, und besonders nachts hat dein Hund Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen.
Wenn du vermutest, dass dein Hund an Zwingerhusten erkrankt ist, solltest du möglichst bald einen Tierarzt aufsuchen. Der Experte kann die genaue Ursache feststellen und geeignete Medikamente verschreiben. In jedem Fall ist es wichtig, den direkten Kontakt zu anderen Hunden mindestens zwei Wochen zu vermeiden, um eine Ansteckung zu verhindern.
Neben dem Zwingerhusten können auch andere harmlose Ursachen vorliegen, etwa zu trockene Raumluft oder dass dein Hund sein Futter zu schnell frisst und dabei Futterpartikel einatmet. In solchen Fällen kannst du zum Beispiel einen Anti-Schling-Napf verwenden, der das Fressen verlangsamt und so das Risiko für Husten reduziert. Außerdem ist es ratsam, statt eines Halsbandes ein Geschirr zu verwenden, um keinen unnötigen Druck auf die Luftröhre deines Hundes auszuüben – besonders wenn dein Vierbeiner an der Leine zieht oder aufgeregt ist.
Wichtig ist auch eine ausreichende Bewegung an der frischen Luft – gerade in der kalten Jahreszeit – sowie das Trockenhalten des Fells nach dem Gassigehen. Verhindere außerdem, dass dein Hund Schnee frisst, denn das kann die Atemwege reizen und zu Husten führen.
Dauernder oder starker Husten, Blut im Auswurf, Fieber, verminderter Appetit oder eine auffällige Bewegungsunlust können ernste Zeichen sein. In solchen Fällen solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und deinem Hund schnell zu helfen.

Eine vorbeugende Maßnahme gegen Zwingerhusten ist die Impfung. Sie schützt zwar nicht immer vollständig vor der Erkrankung, kann aber den Verlauf deutlich mildern – besonders empfehlenswert, wenn du mehrere Hunde hältst, deinen Hund in eine Tierpension gibst oder oft mit ihm Hundeplätze besuchst.
Zusammengefasst: Beobachte deinen Hund genau, wenn er hustet, und handle entsprechend der Symptome. Ein gelegentliches Husten muss nicht sofort alarmieren, aber du solltest schnell reagieren, wenn die Beschwerden länger anhalten oder sich verschlimmern. So kannst du sicherstellen, dass dein Hund gesund bleibt und ihm bei Bedarf rechtzeitig geholfen wird.
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