Magendrehung ist eine akute und lebensbedrohliche Erkrankung, die jeden Hund treffen kann – besonders häufig jedoch große Hunderassen. Wenn sich der Magen deines Hundes um die eigene Achse dreht, blockiert das die Durchblutung und Sauerstoffversorgung, was innerhalb weniger Stunden lebensgefährlich wird. Daher ist es entscheidend, die Symptome frühzeitig zu erkennen und sofort zu handeln, um das Leben deines Vierbeiners zu retten.

Du solltest deinen Hund nach der Fütterung nicht unbeaufsichtigt lassen, vor allem wenn er zu den Risikogruppen gehört, wie zum Beispiel Deutsche Doggen, Boxer oder Deutsche Schäferhunde. Beobachte dein Tier genau: Läuft dein Hund unruhig umher, wirkt teilnahmslos oder zeigt vergebliche Erbrechversuche, könnte eine Magendrehung vorliegen. Ein aufgeblähter und harter Bauch sowie vermehrtes Sabbern sind ebenfalls Warnzeichen, die du nicht ignorieren solltest.
Wenn du diese Symptome bei deinem Hund bemerkst, zögere nicht, umgehend einen Tierarzt oder eine Tierklinik zu kontaktieren. Die Zeit spielt hier eine entscheidende Rolle, denn nur eine schnelle Diagnose und Behandlung erhöhen die Überlebenschancen erheblich. Während der Untersuchung wird der Tierarzt den Magen deines Hundes abtasten, Röntgenaufnahmen machen und weitere Diagnoseschritte einleiten, um die Magendrehung festzustellen.
Im Falle einer bestätigten Magendrehung ist eine Notoperation unumgänglich. Dabei wird der Magen zurückgedreht und fixiert, um ein erneutes Verdrehen zu verhindern. Sollten Teile des Magens oder angrenzende Organe bereits geschädigt sein, müssen diese sorgfältig entfernt werden. Nach der OP bleibt dein Hund in der Regel einige Tage in der Klinik unter Beobachtung, um Komplikationen vorzubeugen und die Genesung zu sichern.
Um dich nicht zusätzlich um hohe Tierarztkosten sorgen zu müssen, empfiehlt sich der Abschluss einer Hundekrankenversicherung. Beispielsweise übernimmt der DFV-TierkrankenSchutz nicht nur die Operation, sondern auch die stationäre und ambulante Nachbehandlung sowie notwendige Medikamente und Hilfsmittel bis zu 90 Prozent. So kannst du dich ganz auf die Gesundheit deines Lieblings konzentrieren.

Zur Vorbeugung einer Magendrehung gibt es zwar keine Garantie, doch einige Maßnahmen können das Risiko reduzieren. Dazu gehört, deinen Hund nach dem Fressen ruhig zu halten und heftiges Herumtollen zu vermeiden. Füttere lieber mehrere kleine Mahlzeiten als eine große auf einmal und vermeide Stresssituationen rund um die Fütterung. Insbesondere ältere Hunde sind anfälliger, da ihre Bänder dehnbarer sind – hier ist besondere Vorsicht geboten.
Abschließend kannst du nur durch schnelles Reagieren bei Symptomen einer Magendrehung das Leben deines Hundes retten. Achte aufmerksam auf sein Verhalten und körperliche Veränderungen und suche im Notfall sofort tiermedizinische Hilfe auf. So stellst du sicher, dass dein treuer Begleiter schnell wieder auf den Pfoten steht und lange gesund bleibt.
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