
Wenn unsere geliebten Fellnasen plötzlich humpeln, neurologische Symptome zeigen oder unter unerklärlichen Schmerzen leiden, steht oft die Frage nach der richtigen Diagnose im Raum. Während das klassische Röntgenbild Knochenbrüche zeigt, ist für weichere Strukturen wie Gehirn, Gelenke, Sehnen und Organe oft ein tieferer Blick nötig. Hier kommt die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ins Spiel – ein hochmodernes bildgebendes Verfahren, das auch in der Tiermedizin immer häufiger zum Einsatz kommt.
Das MRT ist eine faszinierende Technologie. Anders als beim Röntgen oder der Computertomographie (CT) arbeitet es komplett ohne schädliche Strahlung. Stattdessen nutzt es starke Magnetfelder und Radiowellen, um detaillierte Querschnittsbilder des Körpers zu erstellen. So kann der Tierarzt präzise und hochauflösend in den Organismus deines Hundes hineinschauen.
Dein Tierarzt wird ein MRT empfehlen, wenn er Weichteilverletzungen vermutet, die mit herkömmlichen Verfahren nicht sichtbar wären. Typische Anwendungsgebiete sind:
Neurologische Probleme wie Bandscheibenvorfälle, Tumore oder Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark.
Gelenk- und Muskelverletzungen, beispielsweise an Kreuzbändern oder in Schulter- und Hüftgelenken.
Erkrankungen der inneren Organe oder Weichteiltumore, die genauer untersucht werden müssen.
Der Ablauf der Untersuchung
Da ein Hund während der MRT-Untersuchung, die in der Regel 20 bis 60 Minuten dauert, absolut still liegen muss, ist eine kurze Narkose unerlässlich. Das erfahrene Praxisteam sorgt dafür, dass die Narkose sicher und schonend abläuft. Während der gesamten Untersuchung werden die Vitalfunktionen deines Hundes kontinuierlich überwacht.

Ein MRT beim Hund ist eine komplexe und kostspielige Untersuchung. Die reinen Kosten für das MRT-Verfahren können sich laut Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) bereits auf rund 700 Euro belaufen. Hinzu kommen aber noch weitere Ausgaben für die Narkose, die Überwachung, Kontrastmittel und andere Verbrauchsmaterialien. So können sich die Gesamtkosten schnell auf bis zu 1.500 Euro oder mehr summieren.
Gerade bei solch hohen und oft unerwarteten Kosten zeigt sich der Wert einer guten Vorsorge. Eine Hundekrankenversicherung deckt diese Kosten in der Regel vollständig ab, wenn das MRT zur Diagnostik einer Krankheit oder Verletzung eingesetzt wird. Eine Hunde-OP-Versicherung hingegen kommt meist nur dann für die Kosten auf, wenn im Anschluss an die Diagnose eine Operation durchgeführt wird. Ein wichtiger Unterschied, der im Ernstfall den entscheidenden finanziellen Schutz bietet.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen