Du streichelst deinen Hund – und hast schon wieder eine halbe Bürste voller Haare in der Hand. Oder plötzlich ist da diese kahle Stelle, die gestern noch nicht da war. Vielleicht kratzt er sich ständig, die Haut wirkt gerötet oder schuppig. Und du denkst dir: „Hm, normal? Oder steckt da was Ernstes dahinter? “
Ich kenne das. Man will ja nicht gleich in Panik verfallen, aber ignorieren? Auch keine Lösung.
Die Wahrheit: Haut- und Fellprobleme sind bei Hunden ziemlich verbreitet. Mal steckt einfach nur der Fellwechsel dahinter – und mal eine ernsthafte Erkrankung. Die Kunst liegt darin, zu unterscheiden. Also lass uns gemeinsam reinschauen: Was sind die typischen Ursachen? Woran erkennst du die Unterschiede? Und vor allem – was kannst du konkret tun, damit dein Hund sich wieder wohlfühlt?

Ursachen für Fellausfall und Hautprobleme beim Hund
Allergien – wenn das Immunsystem überdreht
Allergien sind echte Nervensägen. Und sie gehören zu den häufigsten Gründen für Hautprobleme. Das Gemeine: Sie sind oft schwer zu fassen.
Typische Auslöser? Futter (bestimmte Eiweiße oder Getreide), Flohbisse oder Shampoos.
Die Folge: Juckreiz, Hautrötungen, Knabberstellen, Haarausfall – manchmal sogar schuppiges Fell.
Hormonelle Störungen – wenn der Körper aus dem Takt gerät
Fell ist quasi der Spiegel der Gesundheit. Besonders Schilddrüsenprobleme oder das Cushing-Syndrom machen sich über Haut und Haar bemerkbar.
Stumpfes Fell, dünne Haut, dunkle Flecken – und plötzlich lichtet sich das Fell großflächig.
Autoimmunerkrankungen – Angriff von innen
Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Haut und Fell sind oft die ersten Opfer.
Typisch: Hautrötungen, Krusten an Nase oder Ohren – und Verschlimmerung bei Sonne.
Pilzinfektionen – kreisrunde kahle Stellen
Pilze sind fies, weil sie nicht nur den Hund quälen, sondern auch für Menschen ansteckend sein können.
Auffällig sind runde kahle Stellen, fettige und übel riechende Hautpartien, starker Juckreiz.
Bakterielle Infektionen – wenn die Haut kippt
Wenn das Immunsystem schwächelt, übernehmen Bakterien schnell die Oberhand.
Symptome: eitrige Pusteln, unangenehmer Geruch, Juckreiz, kahle Stellen.
Parasiten – die Klassiker
Flöhe, Zecken, Milben … winzig, aber effektiv. Sie sorgen für Krusten, Rötungen und oft für kratzbedingten Fellverlust.
Haut- und Fellpflege von innen: Ernährung ist der Schlüssel
Klingt vielleicht überraschend, aber viele Hautprobleme beginnen im Darm. Eine gesunde Darmflora ist wie die geheime Schutzarmee: Sie stärkt das Immunsystem, hält Allergien in Schach und sorgt für glänzendes Fell.
Futter mit zu vielen Zusätzen oder ein Mangel an Nährstoffen? Zack – sieht man im Fell.
👉 Unterstützend kann Ergänzungsfutter helfen. Zum Beispiel Naturkraft Pro-3 von Reico – mit Kräutern und Vitalstoffen für Haut und Fell.
Haut- und Fellpflege von außen: die Basics
Klingt banal, wirkt aber Wunder:
- Bürsten: lockere Haare raus, Hautdurchblutung fördern, Parasiten schneller entdecken.
- Baden: mit mildem Hundeshampoo – aber bitte nicht ständig. Zu viel wäscht die Haut kaputt.
- Kontrolle: nach jedem Spaziergang Fell, Pfoten und Ohren checken. Gerade bei Hunden mit dichter Unterwolle wichtig.
Wann solltest du unbedingt zum Tierarzt?
Nicht jeder Haarverlust ist Drama. Aber es gibt rote Linien:
- großflächige kahle Stellen
- starke Rötungen, Krusten, offene Wunden
- weitere Symptome wie Durst, Gewichtsverlust, Schlappheit
- ständiger Juckreiz, der den Hund nicht schlafen lässt
Dann gilt: nicht abwarten, sondern Termin machen. Je früher, desto besser.

Häufige Fragen
1. Ist saisonaler Fellwechsel Fellausfall?
Ja – das ist normal. Problematisch wird’s erst bei ungewöhnlich starkem oder lokalem Haarverlust.
2. Können Allergien kahle Stellen machen?
Klar, weil Juckreiz → Kratzen → Fell weg.
3. Wie erkenne ich Pilzbefall?
Runde, kahle Stellen auf fettiger, übel riechender Haut.
4. Ist der Verlust von Fell immer ein Zeichen für eine Krankheit?
Nein. Stress oder Fellwechsel reichen auch.
5. Hilft spezielles Futter?
Ja. Omega-3, Vitamine & Co. tun Haut und Fell gut.
6. Spielt Stress eine Rolle?
Definitiv. Gestresste Hunde zeigen oft Hautprobleme.
7. Sind Hautpilze ansteckend?
Leider ja – auch für Menschen.
8. Flohbefall – was tun?
Schnell handeln: Spot-on, Umgebung reinigen, Tierarzt fragen.
9. Kann’s hormonell sein?
Ja, besonders Schilddrüse oder Cushing-Syndrom sind Klassiker.
10. Muss ich meinen Hund oft baden?
Nein. Weniger ist mehr. Einmal im Monat reicht völlig.
Fazit: Fellprobleme ernst nehmen – aber nicht überdramatisieren
Fellverlust beim Hund ist kein seltenes Phänomen. Mal harmlos, mal ernst. Entscheidend ist, dass du hinschaust, statt es abzutun. Mit guter Pflege, der richtigen Ernährung und einem Tierarzt an deiner Seite bekommt dein Hund wieder schönes, gesundes Fell – und vor allem ein besseres Gefühl in seiner Haut.





