In meiner Rolle als Versicherungsmakler für Tierhalter beobachte ich oft, dass Pferdebesitzer unvorbereitet auf hohe Tierarztkosten reagieren. Vor allem zum Thema Headshaking beim Pferd höre ich immer wieder Geschichten, die einen berühren.
Ein Pferd, das von einem Tag auf den anderen unkontrolliert mit dem Kopf schlägt, ist nicht nur ein Grund zur Sorge für den Besitzer, sondern verursacht auch hohe Behandlungskosten. Darum dreht sich alles: Was das Phänomen ausmacht, welche Therapieansätze existieren – und weshalb die passende Absicherung dir schlaflose Nächte ersparen kann.

Was versteht man beim Pferd unter Headshaking?
Headshaking ist kein Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Natürlich ist es auch normales Verhalten, mal den Kopf zu schütteln – sei es, um Fliegen zu vertreiben oder während einem Spiel.
Es ist problematisch, wenn das Pferd ohne erkennbaren Grund heftig und wiederholt mit dem Kopf schlägt. In diesem Fall reden Tierärzte von krankhaftem Headshaking.
Es gibt drei Formen:
- Stereotypes Headshaking: meist aufgrund von Stress oder schlechter Haltung, kommt eher selten vor.
- Symptomatisches Headshaking: Eine Folge von eindeutig erkennbaren Erkrankungen wie Zahnproblemen, Infektionen oder Schmerzen im Halsbereich.
- Idiopathisches Headshaking: die häufigste Form – es gibt keine klare Ursache, doch es ist oft mit Trigeminusneuralgie (Entzündung des Gesichtsnervs) verbunden.
Gewöhnliche Symptome
Das plötzliche, teils heftige Schlagen oder Schütteln des Kopfes ist das Hauptsymptom. Weitere Begleiterscheinungen umfassen unter anderem:
- Nüstern reiben am Boden oder an den Beinen
- häufigeres Schnauben oder Niesen
- Nasenausfluss (oder Nasensekret)
- Gesichtsmuskeln zucken
- Schutz vor Licht, Sonne oder Wind
Oftmals verschlimmern sich die Symptome im Frühling und Sommer sowie in Stresssituationen – vor allem unter dem Sattel.
Schweregrade des Headshakings
Wissenschaftler haben eine fünfstufige Skala erstellt, um die Einschätzung zu verbessern:
- Die Symptome sind selten zu beobachten, das Pferd ist normal reitbar.
- Leichte Symptome, das Pferd ist mit Einschränkungen reitbar.
- Die häufigsten, ausgeprägten Symptome machen das Reiten nur schwer möglich.
- Pferd ist nicht mehr kontrollierbar und kann nicht mehr geritten werden.
- Das Pferd gefährdet sich selbst und den Reiter.
Ursachen: Was führt zu Headshaking?
Über 60 potenzielle Ursachen wurden von den Forschern erkannt. Oft sind betroffen:
- Ohren: Milben, Entzündungen oder Parasitenbefall
- Augen: Lichtempfindlichkeit, Reizung des Trigeminusnervs
- Zähne: vereiterte Zähne, Zahnfehlstellungen
- Atemwege: Allergien oder Infektionen
- Nervensystem: insbesondere der Trigeminusnerv
Umweltfaktoren wie Elektrosmog, Schimmelgifte im Futter oder Schwermetalle können ebenfalls die Symptome verschlimmern.
Diagnose – kostspielig und mit hohem Aufwand verbunden
Die Suche nach der Ursache ist häufig mit hohen Kosten und viel Zeit verbunden. Tierärzte starten mit Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder der Endoskopie. Um zu testen, ob die Symptome aufhören, wird in einigen Fällen der Gesichtsnerv betäubt.
Es ist entscheidend, dass du deinem Tierarzt die Zeiten, zu denen die Symptome auftreten, so genau wie möglich beschreibst – das spart Zeit, Kosten und Nerven.
Therapieansätze
Die Behandlung orientiert sich an der Ursache. Gängige Methoden sind:
- Haltungsänderung (mehr Auslauf, weniger Stress)
- Ausrüstung anpassen (gebisslose Zäumungen, Nasennetze, UV-Schutz-Masken)
- Arzneimittel (z. B. Cyproheptadin, Carbamazepin – jedoch teuer und mit Nebenwirkungen)
- Nervenschnitt (Neurektomie) – mit Risiken und nicht immer von Erfolg gekrönt
- Ergänzungsfuttermittel (Tryptophan, Magnesium, Mineralfutter von hoher Qualität)
- Naturheilkundliche Methoden (Akupunktur, Physiotherapie, Chiropraktik)
Die Einschätzung variiert: Während man verhaltensbedingtes Headshaking oft heilen kann, sind idiopathische Fälle meist auf eine Dauertherapie angewiesen.

Wetterfühligkeit – die Bedeutung der Jahreszeiten
Forschungsarbeiten belegen:
- Im Frühjahr und Sommer zeigen sich die Symptome am häufigsten.
- Viele Pferde sind empfindlich gegenüber Sonne, Wind und Licht.
- Nachts oder bei Regen geht es den meisten deutlich besser.
Finanzielle Belastung – eine praktische Perspektive
Die Kosten sind ein Punkt, den viele Pferdebesitzer unterschätzen.
Die Kosten für Diagnostik, Medikamente, Klinikaufenthalte oder Spezialtrensen können sich schnell auf mehrere tausend Euro pro Jahr summieren. In meiner Rolle als Makler beobachte ich oft, wie Pferdebesitzer dadurch an ihre finanziellen Grenzen kommen.
Die Antwort: Eine zuverlässige Pferdekrankenversicherung oder wenigstens eine Pferde-OP-Versicherung von Anbietern wie natuerlichabgesichert.
So bist du bereit, falls dein Pferd betroffen ist – und kannst dich auf die Genesung konzentrieren, anstatt dir Sorgen um Rechnungen zu machen.
FAQ – Kopfschütteln beim Pferd
1. Was ist genau das Phänomen Headshaking bei Pferden?
Es handelt sich um ein Symptom, bei dem das Pferd unkontrolliert und ohne ersichtlichen Grund mit dem Kopf schlägt.
2. Wie kann ich feststellen, ob es sich um ein krankhaftes Headshaking handelt?
Kopfschlagen ist regelmäßig, heftig und passiert ohne äußeren Anlass (wie z. B. Fliegen).
3. Bei welchen Pferden ist die Betroffenheit besonders hoch?
Wallache und Hengste erkranken laut Studien häufiger als Stuten, vor allem in den Frühjahrs- und Sommermonaten.
4. Gibt es eine Heilung für Headshaking?
In Fällen, die das Verhalten betreffen, ja. Bei idiopathischem Headshaking ist oft nur eine symptomatische Behandlung möglich.
5. Welche Kosten verursacht die Diagnose?
Je nach Umfang der Untersuchungen kann die Abklärung einige hundert bis mehrere tausend Euro kosten.
6. Welche Funktion hat der Trigeminusnerv?
Er ist oft der Hauptgrund. Wenn dieser Nerv überempfindlich ist, entstehen starke Schmerzen und unwillkürliche Zuckungen.
7. Sind Nasennetze oder Gesichtsmasken tatsächlich hilfreich?
Sie können bei lichtempfindlichen Headshakern eine deutliche Linderung bewirken, auch wenn dies von Pferd zu Pferd unterschiedlich ist.
8. Werden Medikamente gegen Headshaking eingesetzt?
Ja, die Medikation mit Cyproheptadin und Carbamazepin erfolgt. Sie reduzieren die Symptome, heilen jedoch nicht.
9. Welche Maßnahmen kann ich ergreifen?
Beobachte dein Pferd sorgfältig, halte Symptome fest, passe Haltung und Ausrüstung an und suche frühzeitig einen Tierarzt auf.
10. Ist eine Versicherung sinnvoll?
Auf jeden Fall. Eine gute Kranken- oder OP-Versicherung bewahrt dich vor hohen Kosten und gibt dir die Sicherheit, deinem Pferd die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.
Als Makler empfehle ich: Warte nicht, bis die erste große Rechnung kommt. Recherchiere rechtzeitig, welche passenden Absicherungen es gibt – die besten Optionen für dich und dein Pferd findest du bei natuerlichabgesichert.





